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Region Donau-Iller

Die Region Donau-Iller liegt im Herzen Europas und zentral im süddeutschen Raum an der Schnittstelle der Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern. Den baden- württembergischen Teil der Region Donau-Iller bilden der Alb-Donau-Kreis, der Kreis Biberach und der Stadtkreis Ulm, den bayerischen Teil die Landkreise Günzburg, Neu-Ulm, Unterallgäu sowie die kreisfreie Stadt Memmingen.

Dies ist auch zugleich die Besonderheit der Region Donau-Iller: Sie ist grenzüberschreitend und gehört je zur Hälfte zu Baden-Württemberg und zu Bayern. Bereits im Jahr 1973 wurde die Region Donau-Iller durch einen Staatsvertrag als ein besonderes Modell grenzüberschreitender Zusammenarbeit gegründet, weil der einheitliche und eng verflochtene Lebens- und Wirtschaftsraum nur durch die in Donau und Iller verlaufende Landesgrenze getrennt wird. Eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit hilft, Unterschiede in der räumlichen Entwicklung zu überwinden und verhindert somit eine Konkurrenzsituation beiderseits der Bundeslandesgrenzen.

Die Region Donau-Iller umfasst insgesamt 205 Gemeinden. Mit 963.000 Einwohnern auf einer Gesamtfläche von 5.460 km² ist die Region Donau-Iller überwiegend dem ländlichen Raum zuzuordnen. Neben den beiden Oberzentren Ulm/Neu-Ulm und Memmingen verfügt die Region über starke Mittelzentren im ländlichen Raum. Diese profitieren von der guten überörtlichen Verkehrsanbindung. Das kommt auch der Wirtschaft der Region zu Gute: Ein wesentliches Merkmal ist die ausgewogene Wirtschaftsstruktur mit vielen traditionellen Mittelständlern. Gleichzeitig bieten Weltmarktführer aus den Leitbranchen Biopharmazeutische Technologie und Maschinenbau ein breites Angebot an Arbeitsplätzen für Hochqualifizierte. Dank außergewöhnlichem Beschäftigungsniveau hat die Region Donau-Iller stets eine der geringsten Arbeitslosenquoten in ganz Deutschland.

Zwei große Naturräume gliedern die Region Donau-Iller in abwechslungsreiche, einem ständigen Wandel der Oberflächenformen unterworfene Landschaften. Im Nordwesten der Region erhebt sich die Schwäbische Alb mit ihren Kalkschichten bis auf eine Höhe von über 800 m. Die Vielzahl von Klüften und Höhlen, Trockentälern und bewaldeten Hügeln macht den rauen Charme der Schwäbischen Alb aus und bildet so eine reizvolle Landschaft.

Den zweiten großen Naturraum im Südosten der Region bildet die Donau-Iller-Lech-Platte. Der eiszeitliche Formenschatz aus Grund- und Endmoränen, Seen, Mooren sowie Kuppen prägt diesen abwechslungsreichen Landschaftsteil. Die Flüsse Iller, Günz und Mindel schnitten sich in diese Sedimentablagerungen ein. Durch die gleichzeitige Hebung des Untergrundes bildeten sich daraus die typischen, teils mit dichtem Wald bestandenen Schotterterrassen, wie sie vor allem im bayerischen Teil der Region zu finden sind.