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Region Neckar-Alb

 

Die Region Neckar-Alb umfasst die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollernalbkreis. Auf einer Fläche von 2.531 km² leben hier ca. 691.000 Menschen (2010) in 66 Städten und Gemeinden. Die Stadt Reutlingen (ca. 112.000 Einwohner) und die Universitätsstadt Tübingen (ca. 88.000 Einwohner) bilden das Oberzentrum der Region. Der besondere Reiz der Region Neckar-Alb liegt in ihrer Vielfalt: Urbanen Räumen mit einer Bevölkerungsdichte von bis zu 1.288 Einwohner/km² im Albvorland stehen ruhige, ländliche Räumen auf der Schwäbischen Alb mit einer Bevölkerungsdichte unter 100 Einwohnern/km² gegenüber (Durchschnitt 273 Einwohner/km²). Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche beträgt 14,0%. Fast die Hälfte der Fläche ist landwirtschaftlich genutzt (46,7 %). Größere Waldgebiete am Albtrauf, im Schönbuch und Rammert (38,1%), großflächige Streuobstwiesen im Albvorland, terrassierte Weinbergslagen am Schönbuchsüdrand sowie Wacholderheiden, Blumenwiesen und Heckengebiete prägen maßgeblich die vielfältige Kulturlandschaft der Region.

In den letzten 25 Jahren hat die Region fast 100.000 Einwohner hinzugewonnen. Eine hohe Eigentumsquote, eine starke Kaufkraft und eine geringe Arbeitslosigkeit (4,6%) sind weitere Vorteile, die den Wirtschaftsraum auszeichnen. Besonderes Gewicht bei den weichen Standortfaktoren hat die Erholungslandschaft. Kulturhungrigen bietet die Region ein breites Angebot für fast alle Geschmacksrichtungen.

Die Region ist der südliche Teil der Europäischen Metropolregion Stuttgart. Der Wirtschaftsstandort Neckar-Alb liegt damit im Kräftefeld zwischen den Ballungsräumen München, Stuttgart und Zürich und wird insbesondere durch die B 27, B 28, B 312, der westlich tangential verlaufenden A 81 und der nördlich tangential verlaufenden A 8 erschlossen. Der Stuttgarter Flughafen und die Messe liegen direkt vor den Toren der Region. Die Wirtschaft der Region wird geprägt von den Branchen Maschinenbau, Automobilindustrie, Medizintechnik, Textil, Biotechnologie sowie Holz und regenerative Energien. Nach wie vor stark auf dem Sektor der Textiltechnologie und des Maschinenbaus, zählt der Wirtschaftsraum zu einer der Top-Adressen anspruchsvoller Technologien im Bereich der Biotechnologie, der Medizintechnik sowie Informations- und Kommunikationstechnologie. Unternehmen wie Bosch (Elektronik und Halbleiterfertigung), Boss und Mey (Textil), Gambro und Erbe (Medizintechnik), Schwörer (Fertighaus und Holzwirtschaft), Magura/bebro und Groz-Beckert (Zulieferer), Stoll und Wafios (Maschinenbau), Walter (Werkzeuge), Blickle (Räder und Rollen), Bizerba (Waagen) wirken als Leuchttürme. Auch viele kleinere Unternehmen haben sich mit Pionierleistungen eine gute Position am Weltmarkt gesichert. Insgesamt wird den Betrieben eine hohe Effizienz bei Forschung und Entwicklung bescheinigt. In der Region Neckar-Alb gibt es 217.893 Beschäftigte (2009). Der Anteil der im Produzierenden Gewerbe Tätigen liegt mit 41,4% über dem Landesdurchschnitt (38,6%).

Die Lagegunst innerhalb der Europäischen Metropolregion Stuttgart, die Stärken in der Bildung, der Forschung, der Wissenschaft, mit den Hochschulen Tübingen, Reutlingen, Rottenburg und Albstadt, der Wirtschaft und nicht zuletzt auch die hohe Lebensqualität sind Vorzüge, die der Region Neckar-Alb ein unverwechselbares Profil im deutschen und europäischen Umfeld geben.