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Region Heilbronn-Franken

 

Mit 4.765 km² ist die Region Heilbronn-Franken die flächengrößte unter den zwölf baden-württembergischen Regionen. Der Lage nach bildet sie die Nordostspitze des Landes. Die Region umfasst neben dem Stadtkreis Heilbronn die Landkreise Heilbronn, Hohenlohe, Schwäbisch Hall und Main-Tauber. In den 111 Städten und Gemeinden zwischen Wertheim und Gaildorf sowie zwischen Eppingen und Crailsheim leben aktuell ca. 883.000 Menschen. Bis 2005 erlebte die Region ein überaus dynamisches Bevölkerungswachstum auf ca. 887.000 Einwohner. In den letzten Jahren ging die Zahl auf hohem Niveau geringfügig zurück. Die Bevölkerungsdichte ist mit 185 Einwohnern/km² sowohl im baden-württembergischen als auch im nationalen Vergleich als eher gering einzustufen.

Strukturell geprägt ist die Region durch einen hohen Anteil Ländlichen Raum. Gut 82% der Regionsfläche werden dem Ländlichen Raum zugeordnet, was absolut gesehen den größten Ländlichen Raum aller zwölf baden-württembergischen Regionen bedeutet. Dieser ländlich geprägte Charakter zeigt sich auch in einem mit 56,4% überdurchschnittlich hohen Anteil an Landwirtschaftsfläche. Hingegen ist die Region eher als waldarm zu bezeichnen, denn nur gut ein Viertel der Regionsfläche wird durch den Wald genutzt. Mit 13,2% ist die Siedlungs- und Verkehrsfläche ebenfalls unterdurchschnittlich, wobei die Spannweite zwischen dem Stadtkreis Heilbronn und dem Main-Tauber-Kreis beträchtlich ist.

Die ökonomische Leistungsfähigkeit der Region basiert auf einem starken industriellen Kern. Von den ca. 475.000 Erwerbstätigen sind fast 38% im Verarbeitenden Gewerbe beschäftigt. Die zunehmende Clusterbildung ist in vielen Sektoren zu erkennen. Sie reicht von Automotiv über die Befestigungs- und Lüftungstechnik sowie den Verpackungsmaschinenherstellern bis hin zur Glas- und Labortechnik. Aber der Strukturwandel hat auch in der Region dazu geführt, dass gegenwärtig knapp 60% der Erwerbstätigen einer Arbeit im Dienstleistungssektor nachgehen. Insgesamt wurde 2008 ein Bruttoinlandsprodukt von gut 30 Mrd. Euro erwirtschaftet, womit die Region einen Anteil von 8,3% zur baden-württembergischen Wirtschaftsleistung beiträgt. Nicht zuletzt durch die mittelständisch geprägte Wirtschaft hat sich die Region zur Region der Weltmarktführer entwickelt.

Diese internationale Verflechtung erfordert eine sehr gute Einbindung in das Verkehrsnetz. Über die Autobahnen A6, A81, A7 und A3 ist die Region in das Straßennetz gut integriert. Mit den Häfen in Heilbronn, dem größten Binnenhafen Deutschlands abseits des Rheins, und in Wertheim gilt dies auch für die Wasserstraße. Im Bahn- und Luftverkehr ist es für die Region wichtig schnell und verlässlich die Anbindung an die umliegenden Knoten Stuttgart, Mannheim, Frankfurt, Würzburg und München zu erreichen.

Die hohe Lebensqualität in der Region basiert auf ihrer landschaftlichen und kulturhistorischen Vielfalt. Die markanten Strukturen der fruchtbaren Muschelkalkebenen, die tief eingeschnittenen Täler von Neckar, Kocher, Jagst, Tauber und Main sowie die waldreichen Keuperberge im Süden bilden den äußeren Rahmen einer gewachsenen Kulturlandschaft. Abgerundet wird dies durch die hochwertige Landwirtschaft die zahlreiche Spezialitäten für Küche und Keller hervorbringt.